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Kommentar- und Trackback-Spam

Diese Woche lautet das Thema des Webmaster-Friday Kommentar-Spam und Trackback-Spam. Egal wie oft man schon darüber gelesen oder gar selber berichtet hat, das Thema ist und bleibt aktuell.

Auch wenn es sich bei mir hier noch in Grenzen hält, was Spam betrifft, ist er jedoch da, ärgert mich und raubt mir einen Teil meiner Arbeitszeit (zwar nur sehr wenig, aber immerhin).

Bei vielen Spam-Versuchen ist es für einen logisch denkenden Menschen sofort ersichtlich, dass es sich nur um Spam handeln kann. Aber als Blogger wird man auch immer mal wieder mit einer Situation konfrontiert, in der Spam nicht so leicht als solcher zu erkennen ist und man entscheiden muß, ob es sich tatsächlich um Spam handelt und wie man damit umgehen soll.

der “normale” Kommentar-Spam

Der ganz normale alltägliche, meist automatische Spam-Kommentar, der meist auch schon ohne auch nur ein Wort zu lesen als solcher zu erkennen ist, kommt oft aus dem Ausland (meist östliche Länder wie Russland o.ä.), ist nicht in deutsch geschrieben und enthält mindestens einen, teilweise aber auch dutzende, recht kryptisch wirkende Links. In der Regel werden diese auch bereits von den gängigen Anti-Spam-Tool erkannt und entsprechend markiert als Spam in die Moderations Warteschlange gestellt (wenn man nicht eingestellt hat, automatisch erkannten Spam sofort zu löschen).

Der einzige und richtige Umgang mit diesen Kommentaren: sofort löschen !

der manuelle (kurz-)Kommentar-Spam

Auch recht häufig sind Kommentare, die zwar manuell und auch in deutsch (bzw. der Sprache des Blogs) geschrieben wurden, jedoch häufig nur aus wenigen oder gar nur einem Wort bestehen (z.B. “toll”, “super”, “Klasse Artikel”,…). Dazu wird als Webadresse und/oder im Kommentar selbst ein Link zu einer kommerziellen Seite (Shop, Versicherungsvergleich, o.ä.) angegeben (teilweise auch Ref-Links). Die Kommentatoren haben zudem oft kein bei Gravatr hinterlegtes Avatar-Bild und verwenden als Namen gerne ein Keyword.

Auch wenn man sich als Blogger (und besonders als Blog-Anfänger) prinzipiell über jeden Kommentar freut, gibt auch hier nur eine Lösung: sofort löschen !

der als Kommentar getarnte Spam

Auch wenn es wegen des für den Spammer erhöhten Aufwand recht selten vor kommt, es kommt vor. Auch hierbei sind wieder Links (als Webadresse des Kommentieres und/oder im Kommentar selbst) auf kommerziellen Seiten, Shops oder Ref-Links genauso zu finden, wie auch Keywords als Name.

Beim doch mehr oder weniger recht ausführlichen Kommentars gibt es allerdings Unterschiede:
Zum einen der nichtssagende Kommentar:

Das ist ein sehr interessant Artikel. Auch ich beschäftige mich derzeit mit diesem Thema und habe dazu schon viele Meinungen gelesen. Ich werde aber auf jeden Fall deinen Standpunkt bei meinen Überlegungen mit einbeziehen. Vielen Dank,…. bla bla bla

Auch hier gibt es für mich nur eine Lösung: sofort löschen !

Zum anderen gibt es in dieser Kategorie auch den themenbezogenen Kommentar, der die Aussagen des Blog-Posts aufgreift und sich damit auseinander setzt, seine eigene Meinung einbringt und Kritik, Lob und Ideen zum Thema äußert. Eben alles, was man sich als Blogger von einem Kommentar wünscht – bis auf die Tatsache mit dem Link, wodurch offensichtlich nur ein Backlink abgestaubt werden soll.

Hier, denke ich, hat sich der “Spammer” eine kleine Belohnung verdient und sein Kommentar wird erscheinen – jedoch bereinigt um die genannten Links. In dem Fall ist mir auch das Keyword als Name recht egal (solange es sich nicht um etwas anstößiges oder gar gesetzwidriges handelt).

Trackback-Spam

Davon wurde ich zum Glück erst 2 (in Worten: ZWEI) Mal heimgesucht. Natürlich ist es schön, von anderen Bloggern verlinkt zu werden und einen Trackback zu erhalten. Jedoch sollte man sich die verlinkende Seite auch einmal anschauen. Kommt der Trackback von einer Seite / einen Artikel, der thematisch nichts mit dem selbst Geschriebenem zu tun hat, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um Spam handelt. Ins besondere dann, wenn in dem verlinkenden Artikel nicht einmal ein Link auftaucht und man nur im Hintergrund angepingt wurde.

Auch des Spam verdächtig sind Trackbacks von reinen Link-Artikeln (z.B. “Links der Woche”), die teilweise außer dem Link selbst noch nicht einmal einen kurzen Begleittext haben. Hier kommt es dann darauf an, was sonst noch auf dem Blog zu finden ist. Handelt es sich ausschließlich um solche Link-Beiträge (=Spam) oder ist es wirklich das Best-Of eines anderen Bloggers, durch dessen Verlinkung man sich geehrt fühlen sollte?

Hilfsmittel gegen Spam

Zum einen gibt es natürlich die bekannten Anti-Spam-PlugIns wie Aksimet oder Anti-Spam-Bee, die auch recht gut und zuverlässig ihren Dienst verrichten. Zum anderen sollte man aber auch den gesunden Menschenverstand einschalten und sowohl die durch die Anti-Spam-Plugins aussortierten als auch die nicht beanstandeten Kommentare regelmäßig prüfen.

Ich habe des Weiteren bei mir die Kommentar-Moderation für den ersten von einem User abgegebenen Kommentar aktiviert und lasse mich über alle eingehenden Kommentare (auch die als Spam gekennzeichneten) per Mail informieren. So kann ich recht zeitnah eingreifen, wenn etwas nicht ganz so läuft, wie es soll.

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