Gestern am späten Nachmittag (ca. 17:00 Uhr) war es endlich soweit: die von vielen bereits im Mai erwartete finale Version 3.0 der Blog-Software WordPress wurde offiziell veröffentlicht. Diese neueste WordPress-Version trägt den Namen Thelonious und bringt divese kleine und große Änderungen mit sich. Neben dem neuen Standard-Theme Twenty Ten ist die wohl größte Veränderung die Intigration von WordPress MU (Multi User), welches bisher eigenständig angeboten wurde.
Normalerweise warte ich ja mit Updates ein paar Tage, um zu sehen, ob es bei anderen grvierende Probleme gibt. Da ich aber auch neugierig auf die neue Version war, habe ich bereits seit dem RC1 ausgiebig getestet und ausprobiert, so dass ich heute morgen ruhigen Gewissens das Update einspielen konnte.
Backup First
Natürlich habe auch ich der Sicherheit wegen vor dem Update ein vollständiges Backup meines Blogs gefahren. Alle Daten (inkl. Bilder & Co) und die komplette Datenbank landeten als Kopie auf meiner heimischen Festplatte. Auch wenn auf meinem lokalen Test-System alles Problemlos lief und funktionierte, muss das nicht unbedingt auf dem Live-Blog auch so sein.
Für die Sicherung der Dateien habe ich einfach den kompletten WordPress-Ordner mit einem FTP-Programm (hier nutze ich Filezilla) herunter geladen. Für das Backup der MySQL-Datenbank nutze ich das WordPress-Plugin WordPress Database Backup, welches mir sowieso täglich ein Datenbank-Backup per E-Mail schickt.
Probleme?
Die gab es mir zum Glück nicht. Ich habe, wie bereits erwähnt, die neue Version vorher ausgiebig auf Funktion und (Plugin-)Kompatibilität getestet, wobei ich darauf auchte, dass mein Test-System möglichst genauso konfiguriert ist, wie das Live-System (PHP- und MySQL-Version sowie deren zusätzlichen Module,…). Außerdem habe ich für den eigentlichen Update-Vorgang sämtliche WordPress-Plugins deaktiviert und nach dem Update wieder aktiviert, um so evtl. Probleme mit zu wenig Arbeitsspeicher zu umgehen. Und genau von diesem Arbeitsspeicher möchte die neue WP-Version eine Menge haben (besonders, wenn man MU nutzen will). Wenn die Server-Konfiguartion dies zulässt, genehmigt sich WP 3.0 gleich mal 256MB, wovon bei mir derzeit nur 27,04MB genutzt werden, was aber von diversien Faktoren (z.B. Anzahl und Art der Plugins) abhängig ist. Wem also durch seinen Hoster der Arbeitsspeicher limitriert wird (beliebt ist hier eine Größenordnung von 32 MB) könnte hier schnell an die Grenzen stoßen.
Auch wenn es bei mir und auch bei vielen anderen Bloggern keine Probleme mit dem Update gab, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass es bei jedem so ist. Also: Backup First, Server- bzw. Hosting-Konfiguration prüfen und sich Gedanken machen !
Lohnt ein Update bzw. Umstieg auf Ver. 3.0 ?
Auch wenn das “Grundpaket” WordPress mit diesem Major-Update ein ganzen Stück Umfangreicher geworden ist und viele Funktionen enthält, die für den einzelnen User evtl. uninteressant sind, hat sich doch eine ganze Menge getan. Neben der Beseitigung diverser Fehler wurde auch wieder etwas für die Sicherheit getan, so dass ich persönlich ein Update auf die Version 3.0 nur empfehlen kann – auch wenn ich selbst mir wünsche, dass Funktionen wie z.B. die Multi-User-Funktionalität als Modul bzw. Plugin erst bei Bedarf installiert werden und so nicht das Ganze von Anfang an (für mich) unnötig aufbläst.







1 Kommentar
Thomas (1 comments)
18. Juni 2010
19:43
Interessante Darstellung Deines Updates. Wenn man das so liest, dann möchte man natürlich schon gleich klicken und das Update fahren – nach vorherigem Backup versteht sich.
Aber da ist eben die Frage, ob wirklich alle Plugins sich damit vertragen und problemlos arbeiten. Ich hatte schon mal die Katastrophe, dass eben wichtige Plugins die man nicht einfach abschalten kann massive Schwierigkeiten bereitet haben. Und das mit dem “Aufblasen” ist natürlich auch schon wieder so ne Sache… wird sich wohl nicht ändern lassen.
Ich mach mir noch meine Gedanken, bis mich doch irgendwann der Rappel packt und ich den Klick wage
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