Blumengruß: ein Veilchen
oder auch: mit einem blauen Auge davon gekommen. – Na gut, neben dem blauen Auge nebst Platzwunde habe ich mir außerdem auch noch das rechte Knie (Prellung) und den rechten Oberarm (Prellung) lädiert.
Aber von Anfang an: Am Dienstag hatte ich einen kleinen Arbeitsunfall, der trotz der recht farbenprächtigen Verzierung meines Auges (siehe Foto) zu meinem großen Glück als glimpflich zu bezeichnen ist.
Als ich voller Tatendrang und hochmotiviert kurz nach der Mittagspause meine Arbeit fortsetzen wollte und eine Anlegeleiter hinaufstieg, um diverse Leitungen für eine Photovoltaikanlage auf einem Scheunenboden zu installieren, passierte es. Ich war die ca. 3,5m lange Leiter gerade gut zur Hälfte hinaufgestiegen, als das untere Ende eben dieser Leiter sich selbständig machte und wegrutschte. So fiel ich zusammen mit der Leiter rund 2 Meter tief. Dabei schlug ich mit meiner Brille (zum Glück Kunststoffgläser) auf den Leiterholm und zog mir besagte Platzwunde und Prellung im Bereich des linken Auges zu. Der Großteil meines lastete beim Sturz offenbar auf dem rechten Bein/Knie, womit ich ebenfalls auf der Leiter aufschlug. Neben einer Prellung am Knie hat sich dabei auch eine Leitersprosse (Alu-Leiter) verbogen.
Wie kann so etwas passieren?
Da kann ich auch nur mutmaßen. Der Untergrund (großflächige Holzplatten) war jedenfalls gerade und stabil. Auch die Leiter war technisch in einem einwandfreiem Zustand, stabil und vollständig. Der Anstellwinkel war weder zu steil noch zu flach und der Anlegepunkt hat auch nicht nachgegeben. Ich habe die Leiter an dieser Stelle an dem Tag auch bereits mehrere Male unfallfrei bestiegen. Evtl. hat sich die Leiter auf Grund der Belastung und Bewegung der vorhergehenden Benutzung(en) minmal verschoben und/oder hat sich Dreck/Staub unter den Leiterfüßen angesammelt. Was letztendlich genau zum Wegrutschen der Leiter und somit zu meinem Sturz geführt hat, kann ich leider nicht genau sagen.
Danke Dieter und Heiner
Ein großes Dankeschön möchte ich gerne Dachdecker Dieter P. aussprechen, der sofort seine Arbeit unterbrochen hat und nur wenige Sekunden nach meinem Sturz bei mir war um nach dem Rechten zu sehen und mir auf zu helfen. Die anderen Arbeiter auf der Baustelle haben mit ihrer Arbeit weiter gemacht und dann auch noch ein paar blöde Sprüche abgelassen (sinngemäß: “Ey, mach nicht so einen Krach.”) – Pfui, schämt Euch.
Ein weiteres Dankeschön geht an meinen Chef Heiner M., der zum Zeitpunkt des Unfalls zwar nicht anwesend war, weil er fehlendes Material aus der Firma holte, aber nur wenige Minuten später auf der Baustelle eintraf. Sofort hat er mich, ohne eine Diskussion aufkommen zu lassen, zum Arzt gefahren. Dieser war leider nicht da und so ging die Fahrt sofort weiter ins Krankenhaus. Da habe ich schon andere Verhaltensweisen von Chefs erlebt und gehört; da hätte es dann geheißen “Stell dich nicht so an, setz dich 5 Minuten hin, dann geht das schon wieder – ab an die Arbeit”. Ich muss sagen, da hat ein mein Chef wirklich vorbildlich gehandelt – Danke dafür, denn das ist leider nicht die Regel.
Glück im Unglück
Zum Glück ist der Sturz für mich recht glimpflich ausgegangen, denn ausgerechnet ich bin auf Grund meiner Ausbildung zum Rettungssanitäter der betriebliche Ersthelfer und konnte mich selbst versorgen. Denn leider kamen auf meinem Wunsch nach einem feuchten/nassen Lappen zum kühlen des lädierten Auges Fragen wie “Wozu?” und “Wo soll ich denn so etwas hernehmen?”. Kurzum, die anderen Kollegen waren mit der Situation etwas überfordert und kopflos.
Wie ist bei euch in der Firma? Wisst ihr, wer Ersthelfer ist, wo sich Verbandkasten, Feuerlöscher & Co befinden und wie ihr euch in so einer Situation verhaltet?








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