Facebook – Ja? Nein? Vielleicht?
Ich habe ja bereits vor einiger Zeit versucht, Facebook zu verstehen, Erfahrungen zu sammeln und mich mit dem ganzen System anzufreunden. Leider (oder Gott sei Dank??) war dieses Unterfangen nicht gerade von Erfolg gekrönt und ich habe dem Ganzen wieder den Rücken gekehrt.
Trotzdem ist und bleibt Facebook bei meinen Streifzügen durch die Weiten des Netzes der Netze irgendwie omnipräsent. Gerade in den letzten Tagen und Wochen ist das Thema Facebook, insbesondere die dort vorherrschende Meinung über Privatsphäre und Datenschutz, nicht zu übersehen.
Facebook Contra
Auf der einen Seite gibt es Diejenigen, die Facebook verteufeln, wegen Datenmißbrauch beschuldigen und sich von dem Sozialen Netzwerk abwenden. Allerdings sind die meisten davon (meiner Meinung und Erfahrung nach) einfach nur Mitläufer und Nachplapperer, die sich vermutlich selbst nicht einmal die AGB von Facebook auch nur durchgelesen haben – geschweige denn, sich intensiv damit auseinander gesetzt. Aber der Mensch ist nun einmal ein Herdentier und wenn einer schreit “alles Scheiße”, schreiben eben hundert andere das auch, ohne zu fragen, worum es denn überhaupt geht.
Sicher, die Meinung zu Datenschutz und Privatsphäre, sowie auch deren praktische Umsetzung von und durch Facebook mögen nicht unbedingt vorbildlich sein und die eine oder andere Kritik daran ist mit Sicherheit auch berechtigt – aber ob das Ganze so schlimm ist und so große Auswirkungen hat, wie es mir viele derzeit glauben machen möchten, wage ich dennoch zu bezweifeln. (Ich persönlich empfinde die Datensammelwut und deren Verarbeitung und Verbreitung durch z.B. google als wesentlich unangenehmer und schlimmer – trotzdem bekenne ich mich auch weiterhin als google-Fanboy.)
Facebook Pro
Auf der anderen Seite wird mir Facebook fast täglich als das ultimative Must-Have angepriesen, ohne dem man heutzutage gar nicht mehr ins Internet zu gehen braucht. Für Blogger als Traffic-Channel unerlässlich, aus (manch einer) SEO-Sicht für die Vernetzung einfach ein Muss. Alle anderen Verzeichnisse und Kommunikationsformen sind einfach out und nicht mehr notwendig. Immer häufiger bekomme ich Links zu irgendwelchen Facebook-Seiten und -Profilen, und immer häufiger die Frage nach meinem Facebook-Account.
Natürlich wird Facebook im Bereich Vernetzung seine Vorteile haben und mit Sicherheit auch den oder anderen Besucher für das eigene Blog bzw. die eigene Webseite bringen, aber ob es dafür DAS Must-Have ist, wie es von vielen angepriesen wird, wage ich auch hier zu bezweifeln.
persönliche Daten allgemein
Ich meinen meinen über 30 Lenzen verfüge über eine gewisse Lebenserfahrung und habe auch meinen Verstand recht gut beisammen, so dass ich mir durchaus Gedanken darüber mache, was und wie viel ich von mir preisgebe. Es gibt eben Dinge, die gehen keinen etwas an bzw. haben einen einfach nicht zu interessieren – warum sollte ich diese Dinge dann ins Internet (egal ob Facebook oder wo anders) stellen? Über sexuelle Neigungen und evtl. Trinkgewohnheiten wird man von mir ebenso wenig im Internet finden, wie auch (schlechte) Gedanken über Arbeitgeber, Kollegen und Freunden. Auch meine politischen und religiösen Ansichten versuche ich weitestgehend für mich zu behalten oder zumindest so neutral wie möglich zu formulieren. Alles andere wie Adresse, Mail und Telefonnummer stehen sowieso im Netz. Sei es wegen der Impressumspflicht auf meinem Blog oder durch Verzeichnisse, wie z.B. dasoertliche.de (Telefonbuch). Gut, Kontodaten und ähnliches muss man schon hin und wieder angeben, wenn man denn unbedingt etwas über das Netz bestellt oder bucht – aber gerade dabei achte ich penibelst auf Sicherheit und beschränke mich auf das Allernötigste. Auch was Bilder angeht, gibt es von mir nur sehr wenige (bin nunmal Fotoscheu) und gerade im Netz findet sich dabei allerhöchstens eine niedrige einstelle Anzahl davon.
Ich gehöre aber auch nicht unbedingt zu den Menschen, für die das Internet, Handys und die digitale Fotografie schon immer existiert haben – ich bin erst als Erwachsener so langsam da rein gewachsen. Für mich ist es eben nicht normal, immer und von überall meinen “Status” online zu ändern.
Facebook – Ja oder Nein?
Ich denke, das ist eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Ich für meinen Teil habe mich jedenfalls dazu entschieden, dem Ganzen noch eine Chance zu geben, auch wenn ich das auf Grund meiner eingangs erwähnten Erfahrungen eigentlich nicht tun wollte. Aber ich bin halt Neugierig und habe meinen ersten Facebook-Versuch vielleicht auch unter den falschen Gesichtspunkten und mit den falschen Erwartungen gemacht.
Geholfen bei meiner Entscheidung hat mir übrigens auch der Artikel >> Warum ich meinen Facebook Account nicht löschen werde << von Luca, der das ganze gehype im Bezug auf den Datenschutz mal recht nüchtern und betrachtet und erklärt hat.
Außerdem, sollte mir Facebook auch dieses Mal nicht zusagen, kann ich immer noch der Anleitung von seo-united folgen und meinen Facebook-Account ganz löschen und nicht nur still legen.
Wer mich also auf Facebook folgen möchte, findet meinen Account HIER
und Du ?
- Hat Du auch einen Facebook-Account?
- Was hälst Du vom Datenschutz bei Facebook?
- Gibt es evtl. (bessere) Alternativen?







Facebook: JAA!!
Zum einen Ja, ich verfüge über einen Account, den ich doch sehr häufig, wenn nicht sogar allzeit verwende. Das gilt aber auch für die Nutzung von meinem Twitter und Youtubechannel!
Der Datenschutz bei Facebook ist ein leidiges Thema! Auf meinem Blog schreibe ich mittlerweile in regelmäßigen Abständen über Facebook. In etwa 70% der Fälle berichte ich über fehlende Datenschutzbestimmungen und Veränderungen, jeweils aus einem kritischen Augenwinkel.
Meiner Ansicht nach, geben die User viel zu viel über sich preis oder wissen nichteinmal, was sie überhaupt tun, oder was ihr ‘tun’ für Folgen haben kann.
Ich sage nur: Fotoalben von der letzten Hausparty. Der künftige Arbeitgeber wird sich darüber freuen und sich bei Facebook bedanken, vorab Einsicht in das Leben seines ‘Bewerbers’ erhalten zu haben.
Derzeit gibt es keine Alternativen – jedenfalls nicht für mich! Ich achte vorab drauf was ich schreibe. Man kann seine Freunde tagelang mit jeglichem Zeug volltexten, aber Privatsphäre fängt im Netz bei einem selbst an. Das Facebook es Google & Co ermöglicht persönliche Daten abgreifen zu können ist ein ganz anderes Thema. Daher sollte man umsomehr darauf achten, was man über sich schreibt!
Liebe Grüße
@ Dominik
hab ihn gefunden
@ Patrick
wahre Worte die du da sprichst/schreibst. Die meisten denken wirklch nur von der Wand bis zur Tapete, wenn es darum geht, etwas ins Netz zu stellen. Natürlich ist es kurzfristig lustig und witzig, wenn es ein Foto gibt, auf dem man sich zum Idioten macht (egal ob nüchtern oder betrunken) – aber welche Auswirkungen genau dieses Foto in der Zukunft (vielleicht erst in 5 oder 10 Jahren oder noch später) haben kann, wird nicht bedacht.
Es würde mich rein theoretisch auch nicht stören, wenn ich “mal” auf einem Bild ‘entdeckt’ werde, da aber Facebook die Daten doppelt speichert und nach dem Löschen eines Accounts die ehemaligen Daten erhalten bleiben und somit auch für Google auffindbar sind, möchte ich dann doch lieber der nervige Spielverderber sein.
Habe auch einen Facebook Account, allerdings habe dort sowenig wie möglich Informationen reingehauen. Der Account ist einfach nur dazu da, damit meine Freunde auch meine Blog-Posts erhalten xD…
Deshalb geht mir Datenschutz bei Facebook am Arsch vorbei.
Mir geht der Facebook Hype doch etwas zu weit und deshalb habe ich auch keinen Account. Mal sehen, wie lange ich mich davon noch entziehen kann…
Aufjedenfall Facebook!
Man kann mit seien Freuden, Familie & Bekannten.
Alles teilen was man möchte etc. Youtube-Videos.
Das sehe ich genau so.
Ich hatte einen Account bei Facebook, aber da ich später mal einen Beruf im Bereich der öffentlichen Sicherheit machen möchte und keine Lust mehr darauf habe, dass ich immer wieder darauf angesprochen werde warum ich soviel trinken würde. Denn nur weil meine Freunde da nicht sehr bedacht sind und Bilder auf denen sie betrunken sind heißt das noch lange nicht das ich das auch tue. Ich trinke gar kein Alkohol.
Die Menschen machen sich über Facebook ein einmaliges Bild und das entspricht nie der eigentlichen Wahrheit.
Ich sehe es als ein großes Problem, dass man heutzutage ohne Facebook quasi non existent ist.
Freundschaften, die auf Facebook aufbauen und ohne es schon gar nicht mehr funktionieren, sind für mich keine richtigen Freundschaften.
Es kann doch nicht sein, dass die ganzen Eigenschaften des Menschen bezogen auf Kommunikation und zwischenmenschliche Kommunikation nicht mehr in Anspruch genommen werden.
Was macht den Menschen denn dann noch aus?
@Patrick
Ich meinte wegen meinem Beruf und der Tatsache, dass man von anderen einfach in eine Schublade gesteckt wird ohne, dass diese genau wissen, wer man eigentlich ist, habe ich meinen Account gelöscht.
Hab meinen Account auch nach einem Jahr gelöscht. Facebook nervt, genauso wie Twitter und Foursquare und Google+. Der Mist muss weg.
Ich habe relative lange mit Facebook zu tun gehabt und kann am Ende nicht viel gutes berichten.
Meine Erfahrungen sind eher negativer Art.
Das hat weniger mit Datenschutz zu tun, sondern mehr wegen dem was man bei Facebook so findet und wie Facebook mit Problemen umgeht.
Ich habe bei einer Nutzerin (wenn es denn eine ist) einige Fotos gesehen, wo bei jedem dieser Bilder ein Link zu einer Porno Seite unten dran war.
Bei eine Google Abfrage stand da sogar etwas von Sex mit Minderjährigen.
Auch WOT hat eine Warnung für diese Seite. Habe also den User/in bei Facebook gemeldet.
Passiert ist nach mehreren Wochen gar nichts. Da ich nicht wirklich weiß, ob die Seite wirklich schlimm ist oder nicht, habe ich es dann auch gelassen.
Eine Gruppe beschäftigt sich mit Hass und stachelt sich gegenseitig auf. Wunsch und Ziel ist die Vernichtung Israels und aller Juden. Das meiste konnte ich nicht lesen, da es auf arabisch war. Vieles aber war acuh auf englisch und eindeutig.
Auch diese Seite habe ich erfolglos bei Facebook gemeldet. Kein Interesse anscheinend.
Rechtsradikale und Faschisten bietet Facebook auch eine prima Plattform. Da hat Facebook tatsächlich mal einige Hundert Accounts gesperrt. Das hat aber auch einiges an Arbeit gekostet. Fremdenhass macht auf keinen Fall Sinn. Und dann noch auf einer Plattform für alle? Allerdings haben wir den Drehtüreffekt. Auf der einen Seite werden die User gebannt und sind sofort wieder spätestens am nächsten Tag wieder bei Facebook gewesen.
Kein Gnade für Kinderschänder, eine NPD Seite, schürt gerade wahrscheinlich wieder richtig viel Hass, dabei ist das Thema an sich an zu sprechen ja gut. Nicht durch Rechtsradikale, die ja die Todesstrafe wieder in Deutschland haben wollen.
Wenn das alles noch nicht reicht. Geschäftemacher haben Facebook entdeckt als Goldgrube.
Mit qualitative minderwertigen Browsergames und höchst zweifelhaften Bezahlsystemen werden die Leute geködert. Stand doch vor einiger Zeit der größte Anbieter Zynga in den USA wegen seiner Praktiken sogar vor Gericht. (oder steht es noch?). Und es werden die Leute gezielt gegeneinander ausgespielt und ausgenutzt.
Ich bezeichne Facebook als Spielwiese für unseriöse Anbieter.
Das es daneben auch eine Vielzahl von Vereinen, Fernsehanstalten, Zeitungen etc.. gibt, das mag zwar positive sein, bei mir überwiegt eher das negative Gefühl.
Das auch Facebook anscheinend gegen Würmer und Schadsoftware nur sehr wenig tut, die immer wieder bei Facebook auftauchen. Das ist dann schon fast nebensächlich.
Einen Punkt, den ich gerne noch erwähnen möchte.
Facebook hat mich gesperrt.. Warum? Weil ich einen falschen Namen angegeben habe.
Das ist allerdings zu meinem Schutz einfach nötig. Ich habe einen einmaligen Namen, das kennen die meisten wohl gar nicht. Mein Name ergibt bei der Google Suche 9 Treffer und die betreffen alle mich.
Alleine das ich mit gefährlichen Neonazis und Faschisten angelegt habe, hat es schon nötig gemacht.
Auf der einen Seite kann und darf wohl jeder bei Facebook machen was er will (solange das Geld fließt), bei einem falschen Nutzernamen greift Facebook sogar ohne Vorwarnung gnadenlos durch.
Ich werde auch gar nicht versuchen, mein Konto wieder zu bekommen.
Für mich ist Facebook gestorben, endgültig.
Ich werde mir Google+ mal anschauen, hoffe das es dort besser ist.
Manchmal denke ich sogar darüber nach das Internet ganz auf zu geben.
Werbung ohne Ende, Sex und Gewalt. Das ist im großen ganzen das Internet.
So ein paar Seiten, wo es vielleicht etwas besser ist, das ist wie die Oase in der Wüste.