Diese Fragen stellen sich sehr viele Menschen in Deutschland 2 Mal im Jahr, wenn es darum die Uhren im Frühjahr und im Herbst eine Stunde vor bzw. zurück zu stellen.
Für alle, die eine schnelle Antwort suchen: In der Nacht vom heutigen Samstag (24.10.) auf den morgigen Sonntag (25.10.) werden die Uhren um 3:00 Uhr um eine Stunde auf 2:00 Uhr zurück gestellt.
Was genau ist Sommer- Winter- und Normalzeit?
Die normale Zeit ist die Winterzeit, fachlich auch als Mitteleuropäische Zeit (MEZ) bekannt und gilt, wie der Name schon sagt, für den ganzen mitteleuropäischen Raum.
1980 wurde in Deutschland die Sommerzeit eingeführt, um sich einerseits an die Nachbarländer, die die Sommerzeit bereits früher eingeführt haben, anzupassen und um andererseits sollte durch diese bessere Ausnutzung des Tageslichts Energie eingespart werden. Das letztere Argument ist auf Nachwirkungen der Ölkrise von 1973 zurück zu führen.
Die Mitteleuropäsche Sommerzeit (MESZ) gilt jeweils von März bis Oktober, wobei die Zeitumstellung jeweils an einem Sonntag stattfindet.
Die MEZ richtet sich nach der koordinierten Weltzeit (UTC), welche der mittleren Sonnenzeit am Nullmeridian entspricht und entspricht UTC+1 Stunde.
Auch wenn sich somit die Zeit an sich nach Sonnenstand und Erdumlaufbahn orientiert, ist das ganze natürlich gesetzlich geregelt.
Die in Deutschland gesetzlich gültige Zeit wird von der Bundestechnischen Anstalt in Braunschweig dargestellt und verbreitet. Für die Sommerzeit bzw. für deren Beginn und Ende ist das Ministerium für Wirtschaft und Technologie zuständig, welches ohne Zustimmung des Bundesrates für einen Zeitraum zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober die Sommerzeit einführen darf.
Wen diese Regelung näher interessiert, sollte einen Blick in das Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung (Einheiten- und Zeitgesetz – EinhZeitG) werfen.
Über Sinn und Unsinn der Zeitumstellung
In diesem Punkt gehen die Meinungen auseinander. Die einen verteufeln die Zeitumstellung, andere halten sie für einen Segen und wieder anderen ist sie vollkommen egal.
Für mich persönlich ist der Grundgedanke von der besseren Ausnutzung der Tageslichthelligkeit und den damit verbundenen Energieeinsparungen seit langem Überholt. Die wenigen Bereiche, die tatsächlich noch auf Tageslicht angewiesen sind, richten sich sowieso danach und nicht nach der Uhrzeit. Der Flugverkehr und viele Militärs richten sich sowieso prinzipiell nach der koordinierten Weltzeit.
Außerdem führen meiner Meinung nach die Zeitumstellungen zu mehr Aufwand und kosten (z.B. öffentlicher Nahverkehr, Schichtarbeit, usw.) als dass tatsächlich an Energiekosten eingespart werden kann. Mir persönlich ist es recht egal, ob ich morgens oder abends das Licht für eine Stunde länger anmache.
Ein weiterer Punkt ist der, dass viele Menschen ihren natürlichen Rhythmus (innere Uhr) nach einer Zeitumstellung wieder an den Zeit-Takt anpassen müssen. Es heißt zwar immer „Ohh, toll – eine Stunde länger schlafen“, doch wie viele schaffen das tatsächlich. Ich z.B. werde morgen früh mit Sicherheit aufwachen und feststellen, dass ich eigentlich noch hätte länger schlafen können – und das wird auch noch ein paar Tage so bleiben.
Also von mir aus, kann diese Zeitumstellerei abgeschafft werden. Wie seht ihr das?







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