Home > Bücher > gelesen: Preston & Child – RELIC Museum der Angst

gelesen: Preston & Child – RELIC Museum der Angst

Ich habe mal wieder etwas in meinem Bücherregal gestöbert. Dabei fiel mir eines meiner absoluten Lieblingsbücher in die Hände, welches ich hier doch gleich einmal vorstellen möchte.

Auch wenn der erste gemeinsame Roman der beiden Autoren Douglas Preston und Lincoln Child bereits 1994 im englischen Original bzw. 1997 in der deutschen Übersetzung veröffentlicht wurde, mindert dies nicht im mindesten den Lesespaß.

Auch müssen es ja auch nicht immer Neuerscheinungen oder die aktuellen Bestseller sein, wenn man seinen Lesebedarf befriedigen will.

Relic: Museum der Angst(*) ist eine Mischung aus Krimi, Science Fiction und Horror.

RELIC - Museum der Angst

RELIC - Museum der Angst

Klappentext:

Im Museum of Natural History in New York findet man zwei grausam zugerichtete Leichen. Da man kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung steht, will die Museumsleitung nicht viel Aufhebens um die beiden Toten machen. Doch dann werden weitere verstümmelte Leichen entdeckt, die immer von einem seltsamen Gestank begleitet werden.

die Story

Das Ganze beginnt mit einer Rückblende auf eine zurückliegende Expedition, auf die Anfangs jedoch nicht allzu ausführlich eingegangen wird. Viel mehr wird der Leser immer mal wieder mit Rückblenden oder durch in die Story eingebaute Schriftstücke häppchenweise mit dem nötigen Wissen versorgt.

Hauptgegenstand bilden jedoch die im Klappentext bereits angesprochenen Morde im Museum. Anfangs nur ein Fall für Lieutenant D’Agosta und seinen Leuten von der Mordkommission, gesellt sich recht schnell Special-Agent Pendergast vom FBI zu den Ermittlungen. Letzterer legt nicht unbedingt das gewohnte FBI-Verhalten an Tag und scheint Anfangs doch eher ein merkwürdiger aber durchaus sympathischer Typ zu sein, der nicht einmal dem New Yorker FBI-Büro angehört und nicht nur dadurch den offiziellen Stellen ein Dorn im Auge zu sein scheint.

Unterstützt werden D’Agosta und Pendergast unter anderem von der Doktorandin Mogro Green und deren Doktorvater Dr. Frock sowie dem Zeitungsreporter Smithback. Zu diesen Hauptprotagonisten gesellen sich noch einer ganze Reihe weiterer wichtige und unwichtige Personen, die versuchen die Ermittlungen zu unterstützen oder auch zu behindern.

Auf jeden Fall geht für die einen die Angst vor dem Museumsmonster um. Die anderen machen sich eher Sorgen um eine geplante Ausstellung und dem daran hängenden Geld.

Fazit

Spannung und Wissenschaft gehen hier Hand in Hand mit Angst, Grusel und einer Portion Mysterie. Der Leser wird förmlich in der Story gefesselt und es fällt verdammt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Trotz der knapp 580 Seiten, habe ich das Buch fast in einem Rutsch verschlungen.

Bei Relic handelt es sich nicht um einen 08/15 Krimi, sondern eher um eine abenteuerliche Reise durch eben etwas andere Ermittlungen nach einem eher ungewöhnlichem Schuldigen. Dabei gibt es auch noch zahlreiche Einblicke in die Welt der Wissenschaft, die aber der Spannung nicht abträglich sind, sondern eher diese noch verstärken.

Dadurch, dass einer der Autoren tatsächlich mehrere Jahre im New Yorker Museum of National History tätig war, kommt eine gewisse Authentizität rüber, die einem fast wirklich glauben lassen, direkt vor Ort zu sein.

Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen, auch wenn die Gefahr von abgekauten Fingernägeln besteht und einem Geräusche im dunklen für eine gewisse Zeit einen Schauer über den Rücken laufen lassen.

Und für alle, die den Film kennen: Vergesst den Film, lest das Buch! Außer dem Titel gibt es sehr viele gravierende Unterschiede, die die ganze Geschichte irgendwie total vermurksen. Evtl. schreibe ich darüber noch mal einen extra Artikel.

(*) = Partnerlink

ähnliche Beiträge:

KategorienBücher

  1. 14. Januar 2012, 09:46 | #1

    Das muss ich meinem Mann mal zeigen :)

  2. 14. Januar 2012, 10:32 | #2

    @melliausosna
    Das kannst du gerne tun. Aber bedenke, dass es mittlerweile 10 (zehn) weitere Bücher aus der Reihe gibt, die ebenfalls süchtig machen. Es könnte also passieren, dass du ungewöhnlich viel Ruhe hast während dein Mann mit Lesen beschäftigt ist ;-)

  1. Bisher keine Trackbacks